18.01.2024

Besseres Licht für die Schulen von morgen

Beleuchtung fördert Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Lernen

Klassenräume brauchen homogenes und blendfreies Licht. Frühmorgens oder im Winter kann eine HCL-Beleuchtung fehlendes Tageslicht kompensieren. (Foto: licht.de/Trilux)

(licht.de) Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Innenräumen und sehen gerade in der dunklen Jahreszeit das Tageslicht meist nur durch ein Fenster. Manche Umgebungsfaktoren, etwa die Bauart und Lage eines Schulgebäudes oder Klassenraumes, sind kaum zu beeinflussen. Mit einer Sanierung der Beleuchtung kann jedoch eine Lichtqualität erreicht werden, die Lernende und Lehrende optimal unterstützt, erklärt die Brancheninitiative licht.de. Human Centic Lighting (HCL) fördert die Konzentration und Wissensaufnahme und gibt nach dem Vorbild des natürlichen Lichts dem Körper wichtige Impulse.

Weltweite Untersuchungen, Beobachtungen und neuere empirische Studien belegen den Zusammenhang von Licht und Lernerfolg bei Kindern und Jugendlichen. Vor allem viel Tageslicht führt zu guten Leistungen: Eine amerikanische Untersuchung stellte fest, dass Mathematik- und Lesetests besser ausfallen. Eine europäische Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Südausrichtung des Klassenraums und große Fensterflächen positiven Einfluss auf das Lernen haben. Wird zudem das Licht mit Blauanteilen angereichert, steigern sich kurzzeitig Konzentrationsfähigkeit und kognitive Leistung in Bezug auf Lerngeschwindigkeit, Verarbeitung des Gelernten und Gedächtnisvermögen.

Licht für den Menschen
HCL berücksichtigt neben den visuellen Anforderungen auch biologische und emotionale Aspekte. Das moderne Beleuchtungskonzept orientiert sich am natürlichen Verlauf des Tageslichts: Morgens ist es heller, die Blauanteile im Licht sind höher. Es muss flächig von oben kommen wie das Licht vom Himmel. Das gibt dem Körper einen Frischekick. Gegen Abend steigen die Rotanteile, die Beleuchtungsstärke sinkt und wir entspannen. Langfristig wird der biologische Rhythmus mit einer Dauer von etwa 24 Stunden unterstützt, der Schlaf ist erholsamer und das Wohlbefinden steigt.

Lichtszenen helfen im Unterricht
Diese Dynamik bringen Lichtsteuerungen. Darüber hinaus können Lichtszenen hinterlegt werden, die auf die jeweilige Unterrichtssituation zugeschnitten sind. Drei besondere Effekte erleichtern den Schulalltag: Bei Klassenarbeiten oder Leseaufgaben unterstützt aktivierendes Licht mit höheren Farbtemperaturen. Ein hoher indirekter Lichtanteil und warme Lichtfarben schaffen eine ruhige Atmosphäre für Diskussionsrunden. Entspannung bei Bewegungsunruhe oder nach Klausuren geben indirektes Licht, ein geringeres Beleuchtungsniveau und niedrigere Farbtemperaturen.

Sanierungsstau als Chance
Der Sanierungsstau in deutschen Schulen ist groß. Nicht nur die Gebäude sind veraltet, auch die Beleuchtungsanlagen arbeiten oft noch mit konventionellen Leuchtmitteln, die peu à peu vom Markt verschwinden. Viele Lichtanlagen müssen in den kommenden Jahren mindestens umgerüstet oder besser noch modernisiert werden. Das eröffnet die Chance, lernförderliche Umgebungen zu schaffen, in denen gerne gelernt und gelehrt wird.

Mehr Informationen über die Beleuchtung von Bildungsstätten bietet die Broschüre licht.wissen 02 „Lernen in neuem Licht“.

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